Wie wollen wir 2040 Landwirtschaft gestalten und uns ernähren? In Braunschweig haben Stipendiat*innen diskutiert, geforscht und einen Biolandhof besucht. Vier Tage zwischen großen politischen Fragen und ganz konkreten Erfahrungen.
Eindrücke des Seminars „Nachhaltige Politik für Landwirtschaft, ländliche Räume und Ernährung”
Das Seminar startete am Donnerstagnachmittag, 25.06.26, in Braunschweig mit Spitzentemperaturen um die 37 Grad, weshalb der Start des Seminars für viele der Besuch einer Eisdiele war. Mit unseren persönlichen Zukunftsbildern für die Landwirtschaft in 2040 starteten wir thematisch ins Programm. Um die Teilnehmenden mit sehr heterogenen Hintergründen auf einen Wissensstand zu bringen, folgte ein Input-Vortrag von der Seminarleitung und Alumna des Studienwerks Cordula Rutz zum Thema „Ackern, essen, leben - Ausgewählte Themen aus der Agrar- und Ernährungspolitik“ mit anschließender Diskussionsrunde.
Freitag, 26.06.26
Der Freitag begann mit einem Besuch des Johan-Heinrich-von-Thünen-Instituts mit vorheriger, thematischer Einstimmung. Stefan Lange, der Forschungskoordinator des Instituts, stellte den Aufbau und die Forschungsarbeit vor und gab spannende Einblicke in aktuelle Ergebnisse und die Rolle des Thünen-Instituts im Bereich der Politikberatung. Der Nachmittag brachte kreative Reflexionen zu einer „Guten Mahlzeit“; anschließend fand ein Vortrag zum Thema Ernährungssicherheit, Agrarhandelsströme und Biodiversität von Inka Dewitz, der Referentin für Agrarpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung, statt. Für den Ausklang am Abend fanden sich alle in einer Kneipe in geselliger Atmosphäre zusammen mit den lokalen Stipendiat*innen in Braunschweig ein.
Samstag, 27.06.26
Der Samstag wurde von den Stipendiat*innen mitgestaltet durch zwei Themenworkshops zu globalen Food Regimes und Frauen in der Landwirtschaft. Die Stips erarbeiteten gemeinsam die Themen und stellten sich nach dem Mittagessen die Ergebnisse auf Plakaten gegenseitig vor. Nachmittags fand die Exkursion zum Biolandhof „Lindenhof“ in Eilum statt: eine SoLaWi, die ihr Gemüse über Märkte, Hofladen und die SoLaWi-Anteile vermarktet. Gemüse und Ackerkulturen werden dort angebaut, zunehmend auch in Agroforstsystemen, welche wir besichtigen konnten. Der krönende Tagesabschluss war das Abendessen auf dem Hof aus selbst angebautem und zubereitetem Gemüse, zusammen mit ein paar Bewohnern des Lindenhofes. Das ermöglichte weiteren wertvollen Austausch.
Sonntag, 28.06.2026
Der Sonntag war gefüllt mit Reflexionen zu den Seminarthemen und Rekapitulationen des Gelernten in Kleingruppen.
Wir danken der Heinrich-Böll-Stiftung und allen Organisator*innen, Leitenden und Stipendiant*innen für dieses tolle Seminar und die inspirierenden, interdisziplinären Austausche, die uns nicht nur fachlich bereichert, sondern auch persönlich nachhaltig geprägt haben.